This Strahm information was written by Peter Strahm and sent to me by
Andreas Strahm, Langnau i.E., Canton Bern, Switzerland

My ancestor, Matthias Strahm, I., is in red print.


Wappen

STRAHM

 

1. Das Strahmwappen

 

Das Wappen kommt zum ersten Mal bei Niklaus Strahm, Freiweibel von Grosshöchstetten, im Jahre 1702 vor. Freiweibel waren den vier Vennern der Stadt beigegeben, um die Twingherren, die auf dem Lande fast alle öffentliche Gewalt inne hatten, zu beaufsichtigen.

Dieser Niklaus Strahm war jedenfalls stark mit dem Bauernstand verbunden; denn das silberne, lanzenförmige Eisen in der Mitte des Wappens ist eine Pflugschar. Dieses Zeichen kommt auch in anderen emmentalischen Familien- und Gemeindewappen vor. (z.B. bei den Familien Reber, Krähenbühl und Marti, in den Gemeindewappen von Lauperswil und Rüderswil).

 

schar

 

 

Andere Strahmwappen:

 

    - Die in Signau heimatberechtigten Strahm führen das gleiche Wappen wie die Grosshöchstetter und wir, aber ohne die beiden Rosen.

     

    - Die Oberthaler Strahm haben sich ein anderes Wappen zugelegt: Einen durch Schrägbach geteilten Schild, im Obereck ein Kleeblatt.

     

     

2. Deutung des Namens

 

Strahm kommt vom mittelhochdeutschen Wort für Striemen oder schmalen Landstreifen, "strâm". Man nimmt an, dass einer unserer Vorfahren eine Narbe im Gesicht gehabt hat, und ihm dann als Übername Strahm, Stram, Stramm, Strom oder Strohm angehängt wurde. Diese Deutung ist jedoch nur eine Annahme, denn eine andere Interpretation hat man bis heute nicht gefunden.

 

 

3. Vorkommen der Strahm

 

Wir finden Strahm heimatberechtigt in den Gemeinden:

 

Gemeinden

 

Diese Gemeinden liegen alle im Kanton Bern. Daraus sehen wir, dass "Strahm" ein alter bernischer Familienname ist. In einer Familienchronik finden wir den Namen "Strahm" ums Jahr 1344 erstmals erwähnt: "des Stramen guot zu Reutligen". Dieses "Reutligen" ist jedoch geographisch unauffindbar geblieben, sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland. (Nicht verwechseln mit Reutigen bei Thun) Deshalb vermute ich eine volksethymologische Wandlung des Wortes von "Reutligen" über "Reutenen" zu Rütenen bei Zäziwil. Ich stütze mich dabei auf die Tatsache, dass Rütenen im Zentrum der obengenannten Gemeinden liegt.

 

Karte

 

Aus der Skizze: Fast alle Gemeinden, in denen "Strahm" heimatberechtigt sind, liegen bei einander, Rütenen bildet das Zentrum.

 

 

4. Die ältesten Strahm

 

An erster Stelle steht das obenerwähnte "Stramenguot zu Reutligen".

Als nächsten habe ich in einer Urkunde von 1371 im Staatsarchiv einen Peter "Stramm", Vogt der Katherina "Plundina" von Münsingen, Bürgerin zu Bern, gefunden. Besagte Plundina wollte ihr Haus verkaufen und benötigte dazu die Unterschrift ihres Vogtes am 28. Januar 1371.

Im Jahre 1508 wird wieder ein Arnold Strahm erwähnt; weitere Angaben fehlen.

Um 1600 ist ein Uli Strahm mit seinen zwei Söhnen Ulrich und Hans (Sägereibesitzer) 1624 aufgezeichnet.

 

 

5. Meine direkten Vorfahren (Gemeinde Langnau)

 

a) Väterlicherseits

 

Mein Ur- Ur- Ur- Urgrossvater Ulrich, Sohn des Johannes, ist am 6. Weinmonat 1743 geboren worden. Er hat sich am 1. Weinmonat 1767 mit Barbara Schwarz ( 24. April 1818) verheiratet. Von Beruf war er Landwirt im "Oberlee", Gohl. Vor ein paar Jahren hat man diesen Hof, heute im Besitz der Familie Gerber, umgebaut. Man hat damals auch zwei alte Kachelöfen herausgerissen. Der jüngere trug die Jahrzahl 1796 und den Namen von Ulrich und Barbara Strahm. Der ältere Ofen hatte auch eine Jahrzahl, an die sich der Bauer jedoch nicht mehr erinnern kann.

Gestorben ist dieser Ulrich am 31. März 1824. Er hatte 6 Kinder:

 

    - Barbara, getauft am 10. April 1768, verheiratet mit Hofer Christian 1788

     

    - Johannes, getauft am 24. Herbstmonat 1769, verheiratet am 11. Weinmonat 1793 mit Habegger Katharina, verstorben am 17. März 1837; er war Vater einer Tochter und wohnte in Zäziwil.

     

    - Ulrich: Das ist mein Ur- Ur- Urgrossvater. Von ihm wird noch die Rede sein.

     

    - Christian: Geboren am 1. Januar 1777, verheiratet am 28. August 1801 mit Lehmann Anna, verstorben am 18. Januar 1852. Er war Vater von sechs Kindern, der Wohnort ist nicht bekannt.

     

    - Peter: Geboren am 28. Januar 1780, verheiratet am 13. Mai 1803 mit Habegger Magdalena, verstorben am 8. Dezember 1860. Er war Vater von 8 Kindern und zog vom "Oberlee" in das Gut "Wisenholle".

     

    - Mathys: Getauft am 3. Heumonat 1785, verheiratet am 18. März 1808 mit Röthlisberger Barbara. Er war Vater von 13 Kindern und bewirtschaftete das "Oberlee"

     

Mein Ur- Ur- Urgrossvater Ulrich: Er wurde am 6. August 1773 geboren. Er verheiratete sich am 24. Weinmonat mit Badertscher Anna (getauft am 6. Hornung 1780, gestorben am 2. Mai 1818) von Lauperswil. Er wohnte auf dem heutigen Bauerngut "Spitzenegg", Gohl, und übte wahrscheinlich den Beruf eines Landwirts aus. Am 13. August 1850 ist er gestorben. Auch er war Vater von 6 Kindern:

 

    - Verena: Geboren am 5. März 1801, verheiratet mit Gerber Ulrich am 13. Oktober 1826.

     

    - Johannes: Geboren am 5. Christmonat 1803, gestorben am 18. Oktober 1858.

     

    - Christian: Dies ist mein Ur- Urgrossvater. Die Angaben folgen.

     

    - Anna: Geboren am 1. April 1809. (Keine weiteren Angaben)

     

    - Elisabeth: Geboren am 18. Weinmonat 1815, verheiratet am 3. Juli 1840 mit Friedli Johannes, Wagner in Bümpliz.

     

Mein Ur- Urgrossvater Christian: Er wurde am 1. März 1807 getauft. Er lebte als Zimmermann im "Stäckengratlöchli", Gohl. Heute wird dieses Gütlein gerade umgebaut: Zur Sömmerung des Viehs wird die Wohnung herausgerissen und ein Stall eingebaut. Deshalb hat es seine ursprüngliche Form verloren.

Christian starb am 16. Dezember 1879 und überlebte alle seine Ehefrauen. Er hat nämlich dreimal geheiratet:

 

1. Ehefrau: Geborene Rindlisbacher Elisabeth, getauft 1809, 1841.

 

2. Ehefrau: Geborene Gerber Anna, getauft 1809, 1854, Witwe des Mathys Strahm.

 

3. Ehefrau: Geborene Schmid Verena, getauft 1811, 1877.

 

Aus der 1. Ehe hatte mein Ur- Urgrossvater 4 Kinder:

 

    - Anna: Geboren am 18. November 1831, verheiratet am 15. Oktober 1852 mit Zurflüh Hansulrich von Trub.

     

    - Johannes: Dies ist mein Urgrossvater, Angaben folgen.

     

    - Elisabeth: Geboren 1836, verheiratet am 15. März 1861 mit Ruh Christian von Trachselwald.

     

    - Christian: Geboren am 14. Januar 1840, verheiratet mit Zürcher Elisabeth am 30. April 1869, Vater von 8 Kindern, Landwirt auf "Wisenholle", Gohl.

     

    - Maria: Geboren am 26. Dezember 1841, am 16. Januar 1842.

     

Aus der 2. Ehe:

 

    - Ulrich: 31. Juli 1849 bis 4. April 1850

     

    - Anna Elisabeth: 29. Januar 1851 bis 18. Mai ????

     

    - Friedrich: 26. Mai 1852 bis 1. April 1911, verheiratet am 7. Juni 1884 mit Bieri Rosette; er war Vater von 8 Kindern, zuletzt Melker in Bowil.

     

Der 3. Ehe entsprossen keine Kinder.

 

Mein Urgrossvater Johannes: Er ist am 4. September 1833 geboren und hat am 27. April 1866 die geborene Schmid Elisabeth geheiratet. Seine Jugendjahre verbrachte er im "Stäckengratlöchli". Nachher erlernte er das Schuhmacherhandwerk und zog in die "Knubelmatte". Dieses Gut brannte jedoch ab, dabei ging sein ganzes Werkzeug verloren und er musste weiterziehen. Er baute sich ein neues Heim bei den "Hauetershäusern" (Eigentümer waren damals die Haueter), das deshalb auch "Hauetershaus" oder später "Posthüsli" genannt wurde. Bei einem Hochzeitsschiessen wurde ihm die rechte Hand verstümmelt. Er konnte jetzt nicht mehr Schuhmachern, deshalb wurde er der erste Briefträger der Gohl (Früher mussten die Leute immer in Langnau oder Bärau die Post holen). Gestorben ist er im Jahre 1895, am 27. Februar. Seine Frau, die geborene Schmid Elisabeth, brachte sehr wahrscheinlich die Krankheit Marbus Osler (nach Prof. Osler, Gefässkrankheit) in die Familie. Ich bezeichne von jetzt an Osler mit .

 

Die Kinder des Johannes:

 

    - Elise: Geboren am 1. Juni 1866, verheiratet am 26. September mit Berger Johannes, am 25. Februar 1932.

     

    - Christian: Dies ist mein Grossvater, die Angaben folgen.

     

    - Elisabeth: Geboren am 9. Mai 1869, verheiratet am 29. April 1893 mit Lüthi Emil, Karrer in Burgdorf.

     

    - Rosette: Geboren am 13. April 1871, verheiratet mit Ryser Adolf 22. Mai 1902, Zimmermann in Walkringen.

     

    - Johann: Geboren am 13. Mai 1877, verheiratet mit Maurer Mina am 15. Mai 1914, verstorben am 29. November 1946, lebte als Briefträger in der Gohl, Vater von 2 Kindern.

     

    - Anna: Geboren am12 Juni 1880, verheiratet mit Haldemann Gottfried, Karrer in Obergoldbach, am 3. August 1901.

     

    - Friedrich: Geboren am 6. März 1883, verheiratet am 14. März 1914 mit Pfister Lina, verstorben am 4. April 1966, lebte als Briefträger auf "Hauetershaus", Gohl.

     

Mein Grossvater Christian: Er ist am 26. Oktober 1867 geboren. Er wurde Briefträger in der Gohl wie sein Vater. Nebenbei schusterte er für sich und seine Nachbarn. Er kaufte das Haus zum "Unwillen" und baute es aus. Am 9. Oktober 1897 heiratete er Rosette Blaser von Trubschachen. Er starb im Jahre 1921 am 24. Oktober an den Auswirkungen der Oslerkrankheit (Herzwassersucht). Die Grossmutter hatte es nachher sehr schwer, alle Kinder durchzubringen. Es waren nämlich 14 Kinder:

 

    - Ernst Friedrich: 29. August 1898 bis 15. Oktober 1961, Vater von 2 Kindern, Beruf: Landwirt. verheiratet am 18. August 1929 mit Runer Mathilde.

     

    - Hans Arthur: 17. August 1899 bis 12. Dezember 1962, 3 Kinder, Posthalter, verheiratet mit Blaser Helene am 27. März 1926

     

    - Rosalie und Hanna: Zwillinge, geboren am 19. August 1900, ledig, beide Näherinnen in Langnau

     

    - Lydia: Geboren am 25. August 1901, verheiratet am 8. März 1930 mit Gottfried Althaus, Schreinermeister in Signau

     

    - Emma: 17. September 1902 bis 12. Januar 1903 (an Kinderkrankheit gestorben)

     

    - Alfred Christian: 17. September 1903 bis 9. Mai 1905 (an Lungenentzündung gestorben)

     

    - Ernst: 3. November 1904 bis 19. Dezember 1963, 3 Kinder, verheiratet am 29. März 1932 mit Ägerter Bethli, Schreiner in Bern

     

    - Hans: Geboren am 19. Januar 1906, verheiratet am 16. November 1929 mit Zimmermann Bertha, Vater von 4 Kindern, Spengler und Installateur in Winterthur

     

    - Alfred: Geboren am 14. Januar 1907, verheiratet am 17. Oktober 1931 mit Oberli Liseli, 3 Kinder, Briefträger in Langnau

     

    - Margaretha: Geboren am 27. März 1908, verheiratet am 20. September 1935 mit Mischler Rudolf, v. Rüschegg, Prediger in Turbenthal ZH.

     

    - Willi: 30. Mai 1909 bis 4. Februar 1950, verheiratet am 15. August 1942 mit Hofer Elisabeth, 4 Kinder, von Beruf Maler.

     

    Nachkommen: Strahm Markus (Vater von Christine und Andreas [derjenige, der diesen Text bearbeitet hat]), Hiltbrunner Elisabeth (Mutter von Hans, Rolf und Ulrich), Moser Anna (Mutter von Thomas, Daniel und Ulrich) und Strahm Dora (unverheiratet).

     

    - Werner: Geboren am 22. Juli 1910, verheiratet am 27. Mai 1939 mit Mathys Lea, 4 Kinder, Sattler- und Tapezierermeister in Langnau.

     

    - Rudolf: Mein Vater, geboren am 29. Oktober 1912, verheiratet mit Lehner Margaritha, von Buchholterberg, geboren am 20 August 1914, Vater von 6 Kindern:

     

      - Rudolf Hans geboren am 3. August 1943

      - Christine Dorothea geboren am 23. Januar 1945

      - Martin Fritz geboren am 9. April 1946

      - Verena Margaritha 10. Juli 1947 bis 30. November 1947

      - Peter Paul geboren am 4. Februar 1949

      - Katharina Suzanna geboren am 26. Juli 1951

       

       

a) mütterlicherseits: Blaser

 

Mein Ur- Ur- Urgrossvater Blaser Johann (6. Juli 1841 bis 28. Januar 1928) hatte 6 Kinder, die alle wie er das Schneiderhandwerk ausübten. Sie wurden allgemein die "Wyssleren- Schneider" genannt. Alle zogen, die Nähmaschine auf dem Räf, zu den Bauern auf die Stör. Hier verdienten sie nicht allzuviel, deshalb übte mein Ur- Urgrossvater Johann (Lebensdaten unbekannt) neben dem Beruf des Schneiders den des "Schmöcker Hans" aus. Im Alter wurde er schwerhörig, so fuhr ihn ein betrunkener Käsefuhrmann an. Er starb in der Notfallstube. Sein Sohn Johann (6. Juli 1841 bis 13. Januar 1928) wurde auch Schneider (mein Urgrossvater). Er wurde "Stäckegrat- Schneider" genannt, nach dem untern "Stäckegrat", den er bewohnte. In seiner Jugend wollte er auswandern, blieb jedoch dann auf den Wunsch seiner Angehörigen zurück. Er heiratete Verena Zürcher von Trub (1842 bis 1905). Verena hatte als 10-jähriges Mädchen bei einem Lehrer in Lützelflüh gedient. Hier ging sie jeden Sonntag zu Gotthelf in die Predigt. Davon hat sie ihren Kindern viele Male erzählt. - Johannes Blaser hat seinen Grosskindern vieles aus seinem Leben erzählt. Ich will jetzt davon einiges wiedergeben:

 

    - Mit sechs Jahren konnte er in Trubschachen den Vorbeimarsch der bernischen Truppen unter Ochsenbein zusehen, die gegen Luzern marschierten. Er hat den General Ochsenbein immer als grossen, tatkräftig aussehenden Mann hoch zu Ross geschildert.

     

    - Als 14-jähriger Knabe konnte er der letzten Enthauptung im Kanton Bern zuschauen. Er schilderte die Hinrichtung der 3 Verbrecher in Ramseren. Er erzählte auch, dass die Leute, die auf die Bäume gestiegen waren, um der Hinrichtung besser zuschauen zu können, vor Übelkeit nur so heruntergepurzelt seien, wie reife Äpfel.

     

    - Oft begab er sich mit seinem Halbbruder Karl, genannt "Schneider- Kari" auf die Stör. Dieser "Schneider- Kari" hatte die Gabe, Geister zu sehen. So war der Urgrossvater mit ihm auch wieder einmal auf der Stör. Sie sassen beieinander auf dem Kachelofen und erzählten sich Geschichten. Plötzlich öffnete sich die Türe und "Schneider- Kari" hielt sein Knie vor, wie wenn er jemanden den Weg versperren wollte. Der Urgrossvater sah jedoch nichts. Plötzlich packte dieses "Etwas" "Schneider- Kari" am Knie. Dieser hatte am nächsten Tag 5 eitrige Abrücke einer Hand am Knie. (Von Schneider- Kari werden noch mehr Geschichten erzählt)

     

Die Tochter des Johannes, Rosette, meine Grossmutter (31. Dezember 1876 bis 2. Oktober 1955) lernte auch Schneiderin und kam vom "Stäckengrat" in die Gohl. Schliesslich heiratete sie meinen Grossvater.

 

6. Die Güter der Strahm

 

Skizze der Häuser:

 

Hoefe

 

 

    a) Unwillen- "Stutz"

     

    b) Unwille: Der Name kommt vom gleichnamigen Rain. Nach der Sage erhielt er folgendermassen seinen Namen: Früher war der Weg vom Unwillen nach Langnau noch viel steiler als heute. Als dann vor vielen Jahren einmal die Pest in der Gohl wütete (vergleiche "Die schwarze Spinne") konnten die Ochsen die schwerbeladenen Leichenwagen fast nicht den Abhang hinaufziehen; deshalb trug von nun an der steile Weg, wie das Haus unter der Strasse, den Namen "Unwillen"

     

    c) Wisenholle (Name von seiner Lage)

Wisenholle

 

    d) Spitzenegg (Name von Landschaftsform)

     

    e) Oberlee

     

    f) Hauetershaus: Nach Familie Haueter

     

    g) Unterer Stäckegrat: Name von Grat und den vielen Haselruten. (Noch heute auffallend viele Haselsträucher)

     

    h) Stäckengratlöchli

     

     

Umbau des Unwillen durch meinen Grossvater:

Haus

 

 

7. Strahm in der Täufergeschichte

 

Die "Strahm" waren nicht eigentlich Mennoniten (aber Blaser), doch finden wir in der Täufergeschichte von Pfarrer Müller verschiedentlich unseren Namen:

 

    - Am 27. Juli 1710 werden 23 Männer und 7 Frauen der Mennoniten gefangen genommen und im Inselspital festgehalten. Darunter befindet sich auch ein Martin Strahm. Er wird vorläufig, gegen einen Bürgen, der dafür einsteht, dass Martin Strahm auf jeden Ruf der Regierung nach Bern zurückzukommen, freigelassen. 1711 wird er wieder in Haft genommen und nach Holland abgeschoben, schliesslich findet er eine Heimat in Preussen.

     

    - 1675 muss ein Ulrich Straam von Möschberg vor dem Gericht erscheinen, weil er trotz Aufforderung einen fliehenden Täufer nicht hat fangen helfen.

     

Wir haben noch verschiedene Täufer "Strahm" aufgezeichnet, die auswanderten:

 

    - In den Jura:

    1745 Hans Strahm nach Tramelan

    Richard Strahm (von Röthenbach) nach Sonceboz

     

    - In die Pfalz:

    1731 Niklaus Strahm nach Hälmstadt

    1750 Strohm (weitere Angaben fehlen)

     

     

8. Verschiedenes

 

    - Im Durchschnitt hatten die Strahm, bis 1912 gerechnet mehr als 7 Kinder, die nächste Generation jedoch nur etwas mehr als 3. (Wir sehen, wie bei der letzten Generation die Kinderzahl stark abgenommen hat!)

     

    - Im Durchschnitt wurden die männlichen Strahm (gerechnet bis Friedrich Strahm 1883 bis 1966) mehr als 69 Jahre alt. Das ist eine sehr hohe Zahl, da früher die Lebenserwartung nicht so hoch wie heute war.

     

    - Ich habe meine Angaben von:

     

      - Zivilstandsamt in Langnau: Herr Heinz Hadorn, Zivilstandsbeamter, hat mir freundlicherweise die Angaben der Strahm väterlicherseits herausgeschrieben.

      - Staatsarchiv Bern

      - Stadtbibliothek

      - Verwandte, etc.

       

Originalfassung: Peter Strahm, Oktober 1966

Abschrieb: Andreas Strahm, Februar 1995